Google geht auf Reseller Jagd

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© Google

Für den Vertrieb der kommerziellen „Premier Edition“ seiner Office-Suite »Google Apps« rührt der Suchmaschinenriese derzeit rege die Werbetrommel im Channel. Im März 2007 gelauncht, entwickelten sich die Büroapplikationen für den Internetkonzern zu einem Renner. Weltweit registrieren sich 3.000 Firmen neu. Täglich! Derzeit nutzen 1 Million Unternehmen bzw. 10 Millionen Anwender die Google Apps.

Customization, Service und Support durch Partner

Zielgruppe der Partnerinitiative sind große Systemintegratoren,VARs, junge Web-2.0-Unternehmen und Internet Service Provider. Verantwortlich für die Umsetzung in der DACH-Region ist Googles Enterprise-Chef Kai Gutzeit. Ein deutschsprachiges Team steht für die Reseller-Betreuung zur Verfügung.

Wer sich bei Google zum Apps-Reseller zertifizieren läßt, darf die Programmsammlung, bestehend aus »Google Mail«, »Google Kalender«, »Google Docs«, »Google Sites«, »Google Talk« sowie »Google Video für Unternehmen« verkaufen, individuell anpassen und supporten. Die Rechnungsstellung erfolgt weiterhin direkt durch den Wiederverkäufer.

Mit dem Start des Reseller-Programms wird die „Standard Edition“ von Google Apps, mit Werbung und geringen Speicherplatz,  nur noch für Firmen mit bis zu 50 Nutzern kostenlos sein. Unternehmen mit mehr als 50 Nutzern müssen die kostenpflichtige „Premier Edition“ für 40 Euro pro User und Jahr buchen. Dafür gibts dann zusätzlich Support und SLAs. Bestandskunden sollen wohl von der Neuregelung verschont bleiben.

Web-Sicherheit integraler Bestandteil des Angebots

Sicherheitsbedenken bei gehosteten Lösungen sind gerade in Deutschland häufig anzutreffen. Aber der verantwortliche Head of Channel für die EMEA-Region Peter Lorant, beruhigt. Gegenüber Channelpartner versicherte er, dass Google jahrelange Erfahrungen mit der Übermittlung sicherer Daten besitze: Die Daten, die bei Google Apps anfallen, würden „in geschützten Corporate Domains gespeichert“. Sollte das Unternehmen „das Vertrauen unserer Kunden verlieren“, sei Apps gestorben, diagnostizierte Lorant zutreffend.

Details des Reseller-Programms

Das indirekte Vertriebsmodell hat Google im letzten halben Jahr mit insgesamt 50 Pilot-Partnern weltweit erfolgreich getestet. Einzige deutsche Beteiligung: der Münchner Internet-Dienstleister Vaices, der nach einem Bericht der Computer Reseller News sehr begeistert von den bereitgestellten Informationen und den permanenten Fluß von neuen Features, APIs und Gadgets ist.

Im Einzelnen will Google die Partner, laut Computerzeitung, mit folgenden Maßnahmen schulen und unterstützen:

  • ein Portal mit umfangreichen geschäftlichen und technischen Informationen und Online-Diskussionsgruppen
  • Vertriebs- und technische Schulungen sowie Marketingmaterialien
  • Reseller-Tools für die Einrichtung der Technologie bei Geschäftskunden, Integration von Endnutzern, Management und Reporting
  • Integration von APIs (REST-basiert) für Verzeichnissynchronisierung, Migration, Reporting und Single Sign-on

Provision: Partner erhalten 20 Prozent der Apps-Jahresgebühr von 40 Euro pro User. Obgleich das Programm auf grosse Userzahlen ausgelegt ist, liegt der Verdienst sicher nicht in dieser Gebühr, sondern im Projektgeschäft.

Für interessierte Wiederverkäufer hat Google eine spezielle Portalseite eingerichtet.

Jetzt bin ich gespannt, ob am Branchengerücht was dran ist, dass Google  die Apps-Funktionalität in Richtung Kundenmanagement, durch die Übernahme von Salesforce, erweitert will. Mal schauen. Salesforce war einer der 50 Pilot-Partner im Resellerprogramm …

Quelle: ZDNet InformationWeek Channelpartner Computerwoche

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