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Der Sommer: eine gute Zeit für Software Releases

Bekanntlich ist es empfehlenswert neue Software so früh wie möglich zu veröffentlichen. So läßt sich die Produktidee testen und erste Anwender geben Rückmeldung.

Der Juli ist eine gute Zeit für solche Pilotreleases.

Aber gehen Sie „leise“ vor. Keine großen Werbe- und Marketingaktionen. Ihr vorrangiges Ziel ist es, soviel Feedback wie möglich von Ihren Nutzern zu bekommen.

Testen Sie alle Aspekte Ihres neuen Projekts unter realen Bedingungen: die Anwendung selbst, aber auch Installation, Website, Bestellverfahren, Support, Feature Request Management, usw.

Durch den Sommerstart haben Sie genug Zeit, um dieses Feedback zu analysieren und umzusetzen, bevor die Mehrheit Ihrer Kunden aus dem Urlaub zurückkehrt.

Im August oder September erstellen Sie dann ein zweites Release.

Die zweite Version ist stabiler und besser ausgetestet. Sie kommt vielleicht auch mit einigen neuen Features daher.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie mehr Geld in Marketing und Promotion investieren sollten: Ankündigung der Veröffentlichung auf Social Media Plattformen, Pressemitteilungen an die Medien schicken, Anzeigen schalten und so weiter.

Sie sehen, dass es sich als Softwarehersteller lohnen kann im Sommer aktiv zu werden.

Die weltweit wertvollste Softwaregattung

Software Business Segment

Trefis Value Estimate

IBM Middleware

$103 billion

Microsoft Windows
Operating System

$101 billion

Microsoft Office

$83 billion

Oracle Database
Software

$67 billion

Oracle Middleware
Software

$41 billion

EMC Storage
Software

$21 billion

Although
Microsoft is the most valuable software company overall, we estimate that IBM’s
Middleware business is the single most valuable software business segment. 

Produktlaunch: E-tailer kämpfen um First Mover

Die vorschnelle
Ankündigung eines vermeintlichen Verkaufsstarts ist nur ein weiterer Fall der in den letzten Jahren zu beobachtenden scharfen Konkurrenz von Versandhändlern. Insbesondere bei begehrten Hardwareprodukten versuchen die auch „E-Tailer“ genannten Firmen, möglichst viele der Kunden gleich mit der ersten Lieferung für sich zu gewinnen.

Die Stückzahlen sind bei Erscheinen eines neuen Geräts meist gering. Die Käufer entscheiden sich daher oft
nach Verfügbarkeit für einen Anbieter, und nicht nach dem Preis oder weil sie einem bestimmten Versender besonders vertrauen. Zunehmend wichtiger wird auch die Platzierung der Angebote in Suchmaschinen, wobei die erste Nennung eines neuen Produktnamens Vorteile verspricht.

Zitat gehört zum Artikel „Asus: Eee PC T91MT erst Ende November 2009 lieferbar „.

In welche Sprachen mobile Applikationen übersetzt werden sollten

Computer Reseller News berichtet über die hohen Zuwachsraten bei mobilen Internetzugängen in Europa.

Demnach werden in England 5,6 Mrd., in Deutschland und Italien je 5,2 Mrd., in Frankreich 4 Mrd. und in Spanien 3,2 Mrd. Euro mit mobilen Datendiensten umgesetzt.

Für dieses Jahr rechnen die Marktforscher von EITO für Italien sogar mit einem Anstieg um 12,4%.

Diese Zahlen lassen sich jedoch auch dahingehend interpretieren, in welche Sprachen deutsche Softwarehersteller ihre Smartphone-Applikationen übersetzen sollten. Es ergibt sich folgende Reihenfolge:

  1. englisch
  2. (deutsch)
  3. italienisch
  4. französisch
  5. spanisch

UPDATE

Für welche Plattform entwickeln?

Für Softwarehersteller, die neu in die App-Welt einsteigen wollen, ist die Beantwortung dieser Frage natürlich interessant. Geht es nach der Verbreitung der Endgeräte so liefert Gartner folgende Zahlen für 2008 (via Heise mobil, Zahlen 2009 stern):

  1. Symbian (52,4% Marktanteil weltweit) / (II/2009: 45%)
  2. RIM Blackberry (16,6%) / (II/2009: 18,7%)
  3. Windows Mobile (11,8%) / (II/2009: 10%)
  4. Apple (8,2%) (II/20009: 13,3%)

Dieser Status quo sagt natürlich nichts über die zukünftigen Perspektiven der Plattformen aus. So sinkt der Marktanteil von Symbian und Nokia scheint sein OS zugunsten von Maemo aufgeben zu wollen. Android erscheint momentan überhaupt nicht in der Liste und Palm’s webOS ist für Entwickler außerhalb der USA noch in weiter Ferne.

Microsoft verkündet in New Orleans neues Partnerprogramm

Auch an Microsoft geht die Kundenorientierung nicht spurlos vorüber. Bis Oktober 2010 müssen sich weltweit 640.000 Microsoft Partner einer neuen Einstufung unterziehen. Ziel ist es, dem Kunden besser die Kompetenzen der Partner zu vermitteln, damit dieser den richtigen Ansprechpartner für seine Ansprüche findet. Zukünftig unterscheidet Microsoft demnach nur noch 4 Partnerlevel:

  • Member
  • Subscriber
  • Competence
  • Advanced Competence

Während diese Reduzierung der Partnerlevel der richtige Schritt ist, bleibt es bei den Kompetenzen weiterhin unübersichtlich. Microsoft unterscheidet davon über 30! Eine erste Übersicht: „Kompetenzen des Microsoft Partner Networks“.

Die Umstellung soll bis Oktober 2010 abgeschlossen sein.

Unglaublich, aber wahr. Ab Oktober diesen Jahres müssen Partner an der Kundenzufriedensmeßung CSAT teilnehmen. Unglaublich ist nicht die Teilnahme, sondern das Microsoft sich für Kundenzufriedenheit interessiert.

(Quelle: CRN )

Video: Jason Fried (37 Signals) über Marketing im Software-Business (ab min. 11:58)

 Frieds Kernaussagen: betreibe kein klassisches Marketing oder PR.
Stattdessen teile und unterrichte, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

 Teile: Lasse potentielle Anwender am Entstehungsprozeß der Software
teilhaben. Berichte über die Technologien, die eingesetzt werden, die
Ideen, die hinter einem Feature stecken u.v.m.

 Unterrichte: Beschreibe detailliert und in vielen Varianten den
konkreten Nutzen eines Features für den Anwender.