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E-Mail Marketing: Kostenloses Linktracking im Eigenbau

Im E-Mail Marketing kommen kostenpflichtige Newsletterversandlösungen zum Einsatz, die die Klicks auf Links in der Mail messen. Wie Sie im Eigenbau eine vergleichbare Funktionalität kostenlos erreichen, lesen Sie jetzt.

Die Lösung

1. Für fremde Links nutzen Sie den URL-Verkürzerdienst bit.ly
2. Für Links auf Seiten Ihrer eigenen Webpräsenz nutzen Sie Kopien der Seite mit einer Zahl als Dateinamen.

Vorbereitung

1. Melden Sie sich bei bit.ly an. Nur so kann der Dienst die Links Ihnen zuordnen.

bit.ly LogIn-Screenshot software-marketing.info

Zur Erinnerung: Sie nutzen bit.ly nur für fremde, externe Links. Datenschutzbedenken gegenüber einen fremden Dienst sind also vernachlässigbar.

2. Links auf Unterseiten Ihrer eigenen Website

Kopieren Sie die Seite, auf die Sie in ihrem Newsletter verlinken wollen und geben Sie ihr einen neuen Dateinamen mit einer Zahl plus Fragezeichen, z.B. 10?.html. Warum das Fragezeichen wird weiter unten erklärt.

Eine Zählung in 10er Schritten pro Mail bietet sich an. Also die Links im zweite Newsletter beginnen bei 20, der dritte ab 30 usw. So sehen Sie in der Auswertung auf einen Blick bei 32?.html, das war der zweite Link im dritten Newsletter. Aber natürlich sind sie völlig frei Ihre eigene Zahlenfolge zu bauen.

Diese Zahlen-Seiten kommunizieren Sie ausschließlich in Ihren Newsletter, keineswegs noch auf anderen Wegen. So haben Sie bei Klicks immer die Gewissheit, dass der Leser den Link aus Ihrem Newsletter hat.

Wenn Sie den letzten Schritt inhaltlich optimieren wollen, dann können Sie die kopierten Seiten auch indivudalisieren. Sie wissen ja, dass der Besucher von Ihrem Newsletter kommt, z.B. eine Anrede ein „Lieber Newsletter-Leser, Sie …“ oder anderweitiges.

Natürlich können Sie auch für den Newsletter extra erstellte Seiten (z.B. bei Aktionen oder Ankündigungen) die „Zahlen“-Seiten Methode verwenden.

3. ACHTUNG! Jetzt folgt ein wichtiger Hinweis.
Da Sie Ihre Seiten kopieren – Ihre Originalseite plus die gleiche Zahlen-Seite – haben Sie doppelten Content in Ihrer Site. Das führt bei Google zur Abwertung. Sie würden normalerweise schlechter auf der Ergebnisseite gerankt.

Aber natürlich gibt es hier Abhilfe, sonst würde ich Ihnen diese Möglichkeit ja nicht vorschlagen.

4. robots.txt Eintrag

An dieser Stelle kommt das ominöse Fragezeichen im Dateinamen ins Spiel. Legen Sie in Ihrem Server-Hauptverzeichnis eine Datei robots.txt (Details zur robots.txt bei Google) an – soweit nicht schon vorhanden. Dort tragen Sie folgende Zeilen ein:

    User-agent: *
    Disallow: /*?$

Dieser Eintrag blockiert alle URLs, die mit einem Fragezeichen enden und verhindert damit, dass Ihre Zahlenseiten indexiert werden. Falls Sie ein CMS nutzen, das Session-IDs mit ? generiert, so bleiben diese von diesem Eintrag unberührt. Denn das ? befindet sich immer innerhalb der URL und nicht am Ende. Also alles in Butter.

Vorgehensweise bei der Newslettererstellung

1. Externe Links kopieren Sie zunächst in das Shortenerfenster von bit.ly, dann setzen Sie den bit.ly Link in Ihren Newsletter ein

bit.ly Shortenerfenster software-marketing.info

2. Hyperlinks auf Ihre eigenen Seite fügen Sie ganz normal ein, z.B. 20?.html. Sie haben die Seiten oben vorbereitet.

Ergebnis

Im bit.ly Backoffice sehen Sie, welcher Link geklickt und wie häufig geklickt wurde.

bit.ly Auswertungsfenster software-marketing.info

In der Auswertungssoftware (Google Analytics, Piwik etc.) Ihrer Site, sehen Sie wie oft und welche Ihrer Zahlen-Webseiten aufgerufen wurden.

Fazit: So erfahren Sie mit einfachen Bordmittel, was Ihre Leser interessiert.

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Trends auswerten mit Google Insights for Search – Beispiel FreeBSD

Google-freebsd-trend

Mit dem Google Tool Insights for Search können Sie sich das Interesse an beliebigen Themen/Suchworten anzeigen lassen. Und zwar im zeitlichen Verlauf, inklusive Prognose sowie der Region (weltweit) und der einzelnen Suchworte.

Da ich mich aktuell intensiv mit FreeBSD beschäftige, habe ich eine Auswertung für dieses Betriebssystem abgefragt.

Die obige Graphik zeigt das (leider) kontinuierlich sinkende Interesse an diesem Betriebssystem von 2004 bis heute.

Die untere Graphik zeigt die regionalen Schwerpunkte, wenn nach FreeBSD gesucht wurde. Im Original gibt es zusätzlich einen informativen Mouse-Over Effekt über die einzelnen Länder.

Google-freebsd-region

Wer mit FreeBSD Geld verdienen möchte, sollte demnach sein Angebot (Webseite, Bücher, PDF) in russischer Sprache verfassen. Damit erreicht er die größte Aufmerksamkeit.

Die vollständige Abfrage können Sie sich hier anzeigen lassen.

UPDATE

Zum Thema russische Sprache. Die Unterlagen für die BSD Certification gibt es neben englisch/spanisch nur noch in russisch. Keine deutsche Version.

Wer ein BSD Examen ablegen möchte, hat diese Tage Gelegenheit dazu. Auf den OpenRheinRuhr Tagen vom 7.11.-8.11.2009 in Bottrop bietet The BSD Certification Group (BSDCG) eine BSD Prüfung (8.11.2009 10:00-14:00 Uhr) an. Achtung! Für die Anmeldung ist vorab eine BSDCG ID notwendig, deren Registrierung allein 24 Stunden dauert. Also Beeilung, wer noch mitmachen möchte.

Video: Praktische hands-on Demonstration der Maemo Software im Nokia N900

Obwohl es seit Bochum politisch unkorrekt ist Nokia Handys zu kaufen, lohnt sich ein Blick auf das brandneue ‚Surftablet‘ N900.

Das zugrunde liegende Linux-Betriebssystem Maemo mausert sich zu einer echten iPhone Alternative.

Für Palm, dessen Pre hierzulande immer noch nicht erhältlich ist, verringern sich immer weiter die Verkaufschancen.

UPDATE

In der Zeitschrift c’t Heft 20/2009, S. 170 f. ist ein Artikel zur Maemo Programmierung erschienen: „Entwicklungshilfe für Maemo 5. Das Maemo-5-SDK und ein Hardware-Emulator für Nokias N900“.

In eigener Sache: Blog-Umzug nach Posterous abgeschlossen

Aufgrund einer Anregung von Robert Lender schreibe ich heute mal in eigener Sache. Wie treue Leser sehen können, bin ich von der selbstgehosteten Blogsoftware Serendipity zum fremdgehosteten Posterous gewechselt. Im folgenden meine Gründe.

Erster Grund: Verwaltungsaufwand mit eigener Blogsoftware

Obgleich ich softwarebegeistert bin, hatte ich doch zuletzt keine Lust mehr, die Blogsoftware zu warten. Die Nutzung eigener Serversoftware ist immer mit aufwendigen Verwaltungsarbeiten verbunden: regelmäßige Update-Installationen (Security, App selbst, PlugIns), Backups der Datenbank und des Contents usw.

Ehrlich gesagt, hielten mich auch meine eigenen „Optimierungen“ an der Konfiguration und des Layouts vom Schreiben ab. Bei Posterous habe ich für solche prokrastierenden Handlungen keine Chance mehr – Posterous ist so wie es ist.

Zweiter Grund: Blog pflegen per E-Mail – ganz einfach

Bevor ich auf Posterous stieß, schwebte mir ein absolut minimalistischer Ansatz vor: wie wäre es, wenn ein Smartphone mit Mailclient für die Contentpflege meiner Website ausreichen würde?

Schließlich steckt in jedem Mailclient ein (HTML)-Editor. Warum also nicht gleich den Mailclient als „Textverarbeitung“ nutzen? Die Betreff-Zeile beinhaltet die Kapitelüberschriften. Beiträge könnten zunächst als Entwurf lokal zwischengespeichert, bis sie fertig formuliert verschickt werden. Positiver Nebeneffekt: ohne Aufwand besitzt man mit jedem Mailversand an den Mailserver ein Backup seines Contents.

Wie gesagt, bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich Posterous noch nicht! Als ich dann darauf stieß, war es natürlich wie „a dream come true“. Posterous erfüllt alle meine Anforderungen.

Dritter Grund: Kostenersparnis

Wenn ich Blogsoftware nicht mehr selbst hosten muß, dann brauche ich auch kein PHP, MySQL und Speicherplatz mehr. Aktuell habe ich daher nur noch ein reines Mail/Domain Paket (mit Record und MX Zugriff) gebucht. Dieser Schritt hat meine Hostingkosten halbiert!

Eigene Domain, statt Posterous Sub-Domain

Nach einem längeren Praxistest unter einer Posterous-Subdomain bin ich diese Tage mit meiner eigenen Domain komplett umgezogen: Posterous IP im A-Record meines Hosters eingetragen und URL im Posterous-Backoffice. Fertig.

Bislang habe ich nichts bereut. Ich empfinde es als sehr entlastend, eine Pubikationsform gefunden zu haben, mit der ich beliebigen Content ganz einfach per Mail veröffentlichen kann. So habe ich schon ein Video eingebunden, nutze das Bookmarklet, cross-poste zu meinem Twitter-Account etc. Für all dies hätte ich bei Serendipity PlugIns selbst installieren und lauffähig machen müssen. Hier nutze ich die Features einfach.

Und im Worst-Case-Szenario, also wenn Posterous scheitern sollte, ziehe ich per Recordumleitung mit meiner Domain einfach zur nächsten Lösung um. Zum Beispiel stellt Martin Weigert Alternativen vor: Tumblr und das deutsche myON-ID.

UPDATE

In den letzten Tagen haben Robert Lender, Georg Mahr und Kahlil Lechelt einiges bei Posterous ausprobiert. Ich fasse ihre Ergebnisse kurz zusammen:

  • Bei Artikeln mit dem gleichen Betreff/Überschrift wird die URL ab 0 durchgezählt.
  • Mehrere Bilder werden in der Reihenfolge der Attachments dargestellt. Dateinamen werden für Sortierung ignoriert. (Als Besucher kann man mit den Links/Rechts-Pfeiltasten durch das Album blättern).
  • Bilder lassen sich nicht in Kommentaren veröffentlichen. Nur Link auf Graphikdatei.
  • Alle möglichen Formatierungsmöglichkeiten per Mail: http://www.schnipselblog.info/formatierungstest
  • Durchgestrichener Text läßt sich durch einfügen von <span style=“text-decoration: line-through;“>durchgestrichener txt</span> darstellen.
  • Durch css-tag <blockquote class=“posterous_long_quote“> werden lange Zitate mit einem langen Strich an der linken Seite ausgezeichnet und mit <blockquote class=“posterous_short_quote“> kürzere Zitate mit einem hochstehenden Anführungszeichen.

Außerdem von Robert Lender:
Piwik funktioniert als Alternative zu Analytics: Piwik Code in Seitenleiste einfügen.
Interviews mit dem iPhone auf Posterous veröffentlichen.

Dank an alle drei für Eure Experimente!

Bereits im Kommentar beschrieben. Für das korrekte Versenden von E-Mails mit Feed Burner muss die Zeitzone auf Pacific Time umgestellt werden.